Software

Hallo und herzlich Willkommen,

hier berichte ich von jeglicher Software, die ich benutze und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe. Ich fange einfach mal an:

Gliederung

I. Open Broadcaster Software (OBS)
II. GIMP 2
III. Razer Synapse

I. Open Broadcaster Software (OBS)Link zur Homepage

Meine Anfänge:
Mit meiner GTX 260 konnte ich nur bedingt Videos mit OBS erstellen, weil die Grafikkarte einfach nicht so leistungsstark war. Aufnahmen mit konstanter Bitrate (CBR) konnte ich direkt vergessen. Ich nahm also meine ersten Videos für Starcraft II: Heart of the Swarm auf, siehe Video (Sc2 HotS Terraner Tutorial). Auch mein Mikrofon war nicht so prall – man achte auf das konstante Rauschen. Die damaligen Einstellungen waren:

Kodierung: Qualität 8 / Encoder x264 / max. Bitrate 6000 / Puffergröße 6000
Video: 1920×1080 / keine Skalierung / 40 fps

Auch League of Legends konnte ich relativ gut aufnehmen, dabei benutzte ich dieselben Einstellungen, wie bei Starcraft – Ich wusste noch nicht, dass man auch Profile erstellen kann. Die einzigen beiden LoL-Videos sehen folgendermaßen aus: LoL – Reports

Ihr seht also, die Einstellungen waren teilweise Quatsch (unnötig) und die Grafikkarte tat ihr übriges dazu. Aus diesem Grund hatte ich mir eine neue auf die Wunschliste geschrieben, eine GTX 970 AMP! Extreme von Zotac. Doch leider noch nicht genug Kleingeld – weshalb ich weiter Starcraft II Spiele aufnahm und veröffentlichte. Ebenfalls ohne genaue Kenntnisse über OBS und seine Funktionen.
Erst als einer meiner Zuschauer eines meiner Videos kommentierte: „laggt wie sau, lass es lieber“, wurde ich stutzig – denn ich fand die Qualität für eine GTX 260 ziemlich gut, aber der Zuschauer hatte recht. Nix lief flüssig. Also begang ich mich mit OBS intensiver zu beschäftigen, damit ich eine bessere Qualität erzeugen kann. Sollte man immer machen, wenn man das deutsche Publikum für sich gewinnen will – ja, wir haben anscheinend hohe Ansprüche, zumindest was Youtube-Videos angeht!

Mittlerweile (5 Monate später und nach einem Faux Pas mit PayPal) war auch meine neue Grafikkarte angekommen und eingebaut. Jetzt konnte ich richtig loslegen! Dachte ich zumindest. Ich war wohl davon ausgegangen, dass eine GTX 970 im Vergleich zur GTX 260, die ja auch etwas hinbekommen hat, alles kann. Aber Pustekuchen!
Klar, man kann Videos mit OBS von seinen Spielen aufnehmen, ohne dabei großartig FPS zu verlieren, aber ein gutes Video ist nicht irgendein Video. Frei nach dem Motto: Hauptsache fertig und uploaden das Teil!

Hinweis: Ein gutes Video ist ruckelfrei (laggfrei), hat eine 16:9 Auflösung, besitzt eine hohe Grafikqualität und ist gut kommentiert/moderiert, bzw. hat einen interessanten Inhalt.

Diese 5 Kriterien sollte ein gutes Youtube-Video, meines Erachtens nach, immer beinhalten. Die Kategorien: Ruckelfrei, Auflösung und hohe Qualität – erfüllt man mit guter Hardware und Know-How über die verwendete Software. Die anderen beiden Kategorien sind zum Einen talentbasiert (freies kommentieren/moderieren) und zum Anderen eine gute Vorbereitung und Struktur (interessanter Inhalt) – man könnte sagen: Regie.

Auf dieser Seite gehe ich natürlich, dem Titel entsprechend, nur auf die Software ein – sprich: OBS. Open Broadcast Software wurde bisher oft erklärt und es gibt massiv viele Tutorials auf Youtube, doch diese sind vom Inhalt leider nicht allgmein gehalten, sondern individuell zugeschnitten oder befassen sich nur mit einem Thema. Also, wenn der einfache Weg nicht funktioniert, einfach mal auf der Homepage der Software stöbern und siehe da – es gibt ein schriftliches Tutorial seit dem 08.01.2015 auf https://obsproject.com/forum/resources/de-ger-obs-%C3%9Cbersicht-streamen-oder-videos-aufnehmen.151/

Hier hat der Autor einzelne Einstellungsmöglichkeiten kommentiert und ihnen Bedeutungen zugewiesen. Man erfährt dort, u.a.:

Broadcast Einstellungen: nur Dateiausgabe (lokal)

Kurze Zusammenfassung:

OBS Settings lokale Aufnahme v1

  • für eine „lokale“ Aufnahme benötigt ihr:
    1. keine konstante Bitrate (CBR) , da diese nur notwendig fürs Streamen ist
    2. Qualität: 10
    3. „x264“-Encoder
    4. benutzerdefinierte Puffergröße: 0
  • sollte euer Video mit den angegebenen Punkten trotzdem „ruckeln“ oder ihr habt zuviel fps-Einbußen, dann:
    1. ausprobieren: „skaliert“ eure Auflösung unter dem Punkt „Video“ herunter. Beispiel: bei CS:GO muss ich um 1:25 auf 1536×864 skalieren, im Unterschied zu Starcraft II: LotV, wo ich garnicht skalieren muss
    2. ausprobieren: „senkt“ die FPS stufenweise herunter

OBS Settings lokale Aufnahme v2

Was bedeutet „lokale“ Aufnahme?
Dies bedeutet, dass ihr weder streamt, noch irgendetwas anderes macht, was eure Aufnahme direkt weiterleitet. Eure Aufnahme findet lokal, sprich auf dem PC statt – bei Broadcasteinstellungen: nur Dateiausgabe – , wo ihr auch spielt bzw. in demselben Netzwerk (falls ihr mit einem anderen PC die Aufnahmen macht). Erst nach Beendigung der Aufnahme, wenn diese also in Dateiform auf eurem Rechner existiert, ladet ihr das Video, z.B. auf Youtube, manuell hoch.

Wozu dient „max. Bitrate“?
Mit der maximalen Bitrate bestimmt ihr, mit wieviel kBit/s (sprich: Kilobyte pro Sekunde) euer Encoder arbeitet. Mit den Einstellungen „CBR“ (konstante Bitrate) oder ohne benutzerdefinierte Puffergröße = 0, entscheidet ihr, wieviel Bitrate der Encoder verwenden darf. Bei „CBR“ könnt ihr jedoch nicht die Qualität einstellen und diese Einstellung eignet sich nur für den Stream, nicht aber für eine „Dateiausgabe“ (siehe Broadcasteinstellung). Lediglich die Einstellung, welche oben beschrieben wurde, ermöglicht es dem Encoder selbst zu bestimmen, wieviel Bitrate er benötigt, um die eingestellte Qualität zu erreichen – hierzu muss die benutzerdefinierte Puffergröße bei „0“ eingestellt sein.
Ebenfalls interessant: die Bitrate bestimmt im Endeffekt auch, wie groß eure Videodatei ist! Eine Bitrate von 8000 benötigt bei z.B. 10min Aufnahmezeit mehr Speicherplatz als eine Bitrate von z.B. 3500 bei gleicher Aufnahmezeit.

Mein Fazit: basierend auf eigener Testreihe

OBS Settings lokale Aufnahme v3

Damit ich [mit GTX 970] ein Video per Dateiausgabe mit Qualität: 10 und ruckelfrei erstellen kann, muss ich die obigen Einstellungen anwenden. Nur so, werden meine Videos mit OBS zum Augenschmauß.
In der Testreihe seht ihr, dass nur 4 Einstellungen „standard“ bzw. „sehr gut“ Qualität aufweisen. Sowie in CS:GO als auch in Dying Light habe ich bei Video 60 FPS eingestellt und in beiden Spielen muss ich die Auflösung der Aufnahme runterskalieren. Einzige Nachteil, der mir auffällt: für 10min Videomaterial ca. 600mb Festplattenspeicher. Das sind 3,6 GB pro Stunde. Sortieren wird also zur Pflicht und die Uploads dauern, je nach Leitung länger 😛

Broadcast Einstellungen: Livestream (global)

Zu diesem Thema kann ich noch keine Angaben machen, weil meine Leitung mit nur 1,7 kbit/s Upload versehen ist und ich somit zuviele Frames verliere und es durch diesen Faktor bei egal welcher Videoqualität mein Stream ruckeln würde. Habt Geduld…neue Leitung ist in Auftrag 😀

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